Wer hilft mir bei der Planung meiner Baumaßnahme?

  • Sowohl bei einem Umbau als auch bei einer Sanierung und / oder einem Neubau sind zahlreiche Aspekte zu beachten.Fehler können entstehen, weil Sie nicht alles überschauen. Mehrkosten können sich ergeben, weil Ihnen nicht alle Lösungsmöglichkeiten bekannt sind. Lassen Sie sich von Ihrem Vertrauenspartner  beraten. Ziehen Sie bei der Planung auch frühzeitig die Beteiligten an der Baumaßnahme hinzu. Wer Ihnen helfen kann, hängt vom Umfang Ihres Vorhabens ab.
  • Nehmen Sie sich Zeit bei der Suche nach Ihrem Bauunternehmen beziehungsweise Architekten / Ingenieur. Wählen Sie nicht den Erstbesten, weil er billig ist oder weil Sie meinen, keine Zeit zum Suchen zu haben. Nichts kann teurer werden und mehr Zeit kosten als eine schlechte Planung.
  • Die Verbraucherschutzverbände der Bauherren beraten Sie dazu.

Kleine Sanierungs- und Umbauarbeiten

  • Wenn Sie in Ihrem Gebäude eine kleinere Sanierungsarbeit durchführen lassen, können Sie das mit einem guten Baubetrieb planen, der diese Maßnahme dann auch für Sie umsetzen wird.

Neubau und größere Sanierungsarbeiten

  • Für eine umfangreichere Sanierung oder einen Neubau sollten Sie immer darauf achten, dass ein Architekt / Ingenieur beteiligt ist, der Ihre Vorstellungen schrittweise in eine genehmigungsfähige Planung übersetzt. Wenn Sie einen Architekten / Ingenieur speziell beauftragt haben, obliegt Ihnen, ob er Sie auch bei der Auswahl und der Beauftragung der Bauunternehmen unterstützt und / oder die Bauüberwachung für Sie übernimmt.
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Was sollte ich bei der Planung grundsätzlich berücksichtigen?

  • Behalten Sie bei der Planung Ihre Ziele, Erwartungen und Möglichkeiten im Blick. Qualität bedeutet vordergründig nicht „möglichst alles“ und „von allem das Beste“, sondern das Optimum für Ihre Vorstellungen und finanziellen Möglichkeiten zu finden.
  • Bitte beachten Sie, dass Sie in der Phase der Planung die größten Möglichkeiten haben, die Baukosten zu steuern. Beim Bauen zu sparen, heißt nicht, den Komfort einschränken zu müssen, sondern intelligent und vorausschauend zu planen.
  • Verlassen Sie bei der Umsetzung Ihrer Ideen und Anforderungen auch eingefahrene Denkpfade. Fragen Sie, welche Bauverfahren und Baustoffe eine attraktive Alternative zu herkömmlichen Lösungen sein können. Nehmen Sie möglichst alle absehbaren Anforderungen in den Blick, z. B. Barrierefreiheit, Energiekosten, Gesamtkosten, Rückbaukosten und Amortisation. Überlegen Sie auch, ob nachhaltige, umweltverträgliche Baustoffe und Bauweisen die Nutzungsqualität, die Nutzungsdauer sowie den Marktwert erhöhen können.
  • Wägen Sie ab, welchen Anforderungen Ihr Bauprojekt vor dem Hintergrund eines sich wandelnden Klimas gerecht werden muss.
  • Optimieren Sie mit dem Architekten / Ingenieur Ihre Ziele und Erwartungen und bringen Sie diese in eine Reihenfolge:
    – Was ist Ihnen besonders wichtig – was soll unbedingt realisiert werden?
    – Welche Wünsche können einem Rotstift zum Opfer fallen?

Beeinflussbarkeit der Baukosten

Wie sieht meine Planung konkret aus?

  • Lassen Sie Ihre Vorstellungen über Ihr Bauvorhaben in eine Zeichnung, z. B. einen Grundriss, übersetzen. Wenn Sie ein kleineres Bauvorhaben von einem Baubetrieb planen lassen, sollten Sie auch mit diesem die gesamte Planung detailliert besprechen, schriftlich festlegen und in Zeichnungen vollständig erfassen. Auch Alternativen sollten besprochen und daraus resultierende Kosten verglichen werden.
  • Bauen Sie mit einem Generalunternehmer / Bauträger, so ist dieser auch für die Erbringung der notwendigen Planungsleistungen zuständig. Umso wichtiger ist es, Angebote gründlich zu prüfen und abzustimmen, inwieweit die eigenen Vorstellungen berücksichtigt wurden.
  • Wenn Sie mit einem Architekten / Ingenieur zusammenarbeiten, setzt dieser Ihre Vorstellungen schrittweise in verschiedenen Planungsstufen und Detaillierungsgraden um. Stimmen Sie jeden Schritt mit ihm ab. Fragen Sie, wenn Sie etwas nicht verstehen, sich eine Zeichnung Ihnen nicht erschließt.
  • In jeder Planungsphase, für jede Variante sollten Sie sich die Kosten nennen lassen. Sie setzen den Kostenrahmen und tragen dafür Sorge, dass Sie den Umfang der Baumaßnahme auch bezahlen können. Bitte bedenken Sie, dass die Baukosten zu Beginn der Planung am stärksten zu beeinflussen sind.
  • Lassen Sie sich von Ihrem Architekten / Ingenieur oder Ihrem Bauunternehmen auch bei Fragen der Genehmigung oder weiteren Formalien für Ihr Bauvorhaben helfen (Anträge, Bewilligungen, usw.).
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Was kann ich mir konkret leisten?

  • Bei vielen Bauvorhaben sind es die Finanzen, die Vorstellungen platzen lassen oder die im Bauverlauf zu Ärger führen. Sie kennen Ihren Finanzrahmen (siehe auch 1.4). Sorgen Sie dafür, dass Sie die optimale Qualität in diesem Rahmen bekommen. Verschaffen Sie sich in der Planungsphase mit Hilfe der Kostenberechnung einen genauen Überblick über die Höhe und die Zusammensetzung der Kosten. Vereinbaren Sie einen möglichst verbindlichen Kostenrahmen.
  • Planen Sie für Unvorhergesehenes und zur Behebung von Fehlern in der Planung und Ausführung Reserven zu Ihrer Sicherheit ein und bilden Sie dafür Rücklagen.
  • Wenn die Angebote der Baufirmen für verschiedene Bauleistungen vorliegen, fixieren Sie diese in einem Kostenplan. Hier sind die tatsächlich zu erwartenden Kosten ermittelt. Sollte eine Position teurer werden, prüfen Sie welche andere Position durch eine andere Ausführung günstiger werden kann. Gehen Sie keine nicht kalkulierbaren Risiken ein. Wenn Ihr Kostenplan Ihren Finanzrahmen übersteigt, verändern Sie die Planung, bis sie inklusive Reserve für Sie finanzierbar wird.Kostenplanung + Kostenkontrolle = (gewisse) Kostensicherheit

Lassen Sie sich gegebenenfalls beraten, zum Beispiel von Verbraucherschutzverbänden der Bauherren,
Architekten / Ingenieuren oder Finanzdienstleistern.

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